Passend zum neuen Jahr hat unser Freiraumprojekt „Keimzelle“ einen Alltagsnamen gefunden: ab jetzt hat Osnabrück ein K.A.F.F., das K. am fantastischen Freihafen!

Damit ihr auch hier mitgestalten könnt und der Vielfalt keine Grenzen gesetzt sind, setzt doch selbst ein K… ein. Was ist euch an diesem Ort wichtig? Was macht ihn aus? Was sollte hier passieren und was sind eure Träume? Uns ist so einiges eingefallen: Kuriositäten, Kulturprojekte, Klänge, Konzerte und Konstruktionen, Kompostklos und Kinderkram, Konsens, Kunst, Kreativität und KrasseSachen…

Und was ist der „fantastische Freihafen“? Ein neuer Freiraum am Osnabrücker Hafen, in und an dem schon einiges passiert und noch vieles möglich ist. Fantastisch im Sinne der abgefahrenen Utopie eines Ortes, der sich durch seine Nutzer*innen gestaltet. Ein Positivort, der einer Entwicklung von Misstrauen, Angst und Ausgrenzung entgegenwirkt und ein Experimentier- und Aushandlungsraum sein soll.

 

     

Und was gibt es noch Neues? Es wird jetzt – trotz weiterhin noch ohne Strom, Gas und Wasser – muckelig warm bei uns. Ende des Jahres haben wir flux einen Kaminofen eingebaut, den wir bereits bei unserer Wintersonnenwendfeier genießen durften. Großer Dank an dieser Stelle noch einmal an die fleißigen Anpacker*innen!

Also dann, kommt vorbei und macht euch selbst ein Bild: zum Hafenschnack, zu Bautagen oder zum offenen Plenum. Werdet Mitglied, erzählt es weiter, gestaltet und belebt diesen (T)Raum mit uns!

 

Bis bald im K.A.F.F. am Hafen,
Marcia und Genia
für den Kulturverein Petersburg e.V.

 

Neues vom Hafen

Ahoi an alle bunten und interessierten Menschen da draußen,

es war das dritte Mal, dass wir im Rahmen des Hafenschnacks zum Ort- und gegeseitigem Kennenlernen, Herumspinnen, Visionieren und Projekte umsetzten, eingeladen haben. Noch mal ein großes Danke für den schönen Hafenschnack, den wir mit so vielen wunderbaren Menschen, trotz Kälte und Regen, erleben durften!
Da letztes Mal viele spannende Ideen zusammen gekommen sind und erste Pläne geschmiedet wurden, haben wir uns dazu entschlossen diese schriftlich festzuhalten und noch mal raus zu schicken. So können sich auch andere informieren und bei Interesse gerne mitwirken!

TANZEN

wir brauchen noch einen passenden Boden, aber dann…

  • Extatic Dance: regelmäßige Veranstaltungen wo das Tanzen im Vordrgrund steht, vor Kommerz und Unterhaltung, gibt es bis jetzt noch nicht in OS, Raum wird gesucht
  • Blues Fusion: regelmäßige Tanzveranstaltung mit Paar- und freiem Tanz zu Blues und anderer Musik, auf Dauer Raum gesucht!
  • Contact Improvisation: Raum wird gesucht

MUSIK

  • Musik-Gruppe: Sammelbecken mit Menschen die gerne auflegen, möglichst vielfältig, nicht nur Elektro und Ansprechpartner*innen für Veranstaltungen und Menschen sein kann, die auf der Suche nach DJ’s sind
  • Dj-Workshop: für alle Interessierten, die gerne mal auflegen wollen!

KUNST

  • Lichtinstallationen: auf dem ganzen Gelände Installationen errichten, Workshop/Ausstellung/Veranstaltung
  • (Foto)Ausstellung: Jeder der Lust hat darf was aufhängen! Eröffnung mit Weihnachtfeier am 21.12. verbinden
  • Fotografie-Gruppe: lernen, üben, fotografieren!

THEATER

  • Theater-Gruppe: Raum wird gesucht, muss theatertauglich sein +Fundus

VERANSTALTUNGEN

  • Ideen-Bühne: Jede*r die/der was kann und weiss darf ihre/seine Ideen auf einer Bühne im Rahmen einer Veranstaltung (Open-Space) weiter geben
  • Repair-Cafe / Handarbeitsabende: treffen an dem „gehandarbeitet“ wird. Sachen stopfen, Nähen, Stricken etc. Keine große Veranstaltung, sich einfach nur treffen und gemütlich beisammen sitzen.

AG’s

  • Zaun-AG: Gestaltung und Bau des Zauns
  • Deko-AG: Gestaltung der Räume und Außengelände. Farben, Schilder, Fahnen, Wandbilder
  • „Presse-AG“: Artikel und Blogeinträge schreiben, Öffentlichkeitsarbeit
  • Hafenschnack-AG: Hafenschnack mit netten Ideen bereichern und einmal im Monat vorbereiten
  • Finanz-AG
  • IT-AG

Laufende Veranstaltungen

  • „Läuft“, Tischtennis-Rundlauf mit Musik vom Plattenteller
  • „offene Werkstatt“ jeden Donnerstag ab 17:00 Uhr
  • Hafen-Schnack jeden dritten Montag im Monat ab 20:00 Uhr
  • Bautage

Wir freuen uns auf die nächste Zeit und erste Umsetzungen!
Wer Interesse hat, gerne mehr Informationen haben, oder bei dem einen oder anderen Projekt mit machen möchte, darf sich gerne melden und uns kontaktieren unter genia@freiraum-petersburg.de!

Herbstliche Grüße,

Genia, Reinhard und Verena vom Kulturverein

Ein neuer Freiraum für Osnabrück! – Die „Keimzelle“ am Hafen

Vielleicht hat es sich ja schon zu euch rumgesprochen oder ihr habt es selbst schon erlebt: in Osnabrück gibt es nun einen weiteren, wunderbaren Ort, an dem sich eine alternative und bunte Kulturszene aufbaut.

Nachdem viele der Gruppen im Freiraum Petersburg, am ehemaligen Güterbahnhof, raumlos wurden, hat sich die lange Suche nach einem weiteren Entfaltungsort gelohnt. Die „Keimzelle“ (bisheriger Arbeitstitel) befindet sich am Osnabrücker Industriehafen, auf dem Gelände der ehemaligen Winkelhausen-Kaserne – ein geschichtsträchtiger Ort (eine Anfahrtskizze gibt es hier). Durch eine Förderung der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur e.V. (LAGS), die vor allem einen Großteil der Mietkosten bezuschusst, war es uns möglich, dieses Gebäude als Kulturverein Petersburg e.V. anzumieten. Seit dem 1. August 2017 haben wir also einen unbefristeten (!) Mietvertrag, über den wir sehr glücklich sind. Denn damit haben wir eine Basis, gemeinsam mit alten Freund_innen und vielen neuen Interessierten, wieder aktiv zu werden und diesen Freiraum und Begegnungsort zu gestalten.

Derzeit verbringen wir viel Zeit damit, Anträge für eine weitere Förderung zu schreiben. Drückt die Daumen! Nebenbei wird es in der „Keimzelle“ immer lebhafter. Zwei „Hafenbegehungen“ fanden im Vorfeld des Mietbeginns statt, um interessierten Gruppen und Einzelpersonen die Räume zu zeigen und sie in die Planungen einzubinden. Mit dem „Hafenerwachen“ Mitte August feierten wir den Mietbeginn und die erste öffentliche Veranstaltung und an den offenen Bautagen wird eifrigst eingerichtet und gewerkelt. Somit steht beispielsweise schon die Werkstatt, als Dreh- und Angelpunkt der derzeitigen Aktivitäten, denn hier ist noch einiges zu tun! Noch fehlt es an Strom, fließend Wasser und konventionellen Toiletten. Die Innenräume sind noch etwas schnöde, das neue Gemeinschaftsbüro ein viel genutzter Abstellraum und der Außenbereich pragmatisch grün. Also, viel Raum für Kreativität!

Du möchtest mitmachen und/oder den Ort kennenlernen?

Richtig gerne, komm vorbei! Zum Offenen Plenum, rund um organisatorische Themen, an jedem zweiten Montag im Monat. Oder zum Hafen-Schnack, das gemütliche Treffen zum Spinnen, Kennenlernen und Vernetzen an jedem dritten Montag im Monat. Die Termine findet ihr in der Terminleiste links. Daneben finden immer wieder offene Bautage statt, die gerne auch mit Lagerfeuer und Getränken ausklingen.

Ansonsten kannst du uns wie gehabt über das Kontaktformular erreichen. Über den Newsletter erfährst du von unseren aktuellen Veranstaltungen.

Bis bald am Hafen!

Pressemitteilung

Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis der Kulturverein Petersburg e.V. sich von den Rechtsstreitigkeiten mit der „Zion GmbH“ (mittlerweile „3g Group GmbH“) erholen und wieder mit frischer Energie neuen Projekten und Freiräumen widmen konnte.

Das gilt – wie zu erwarten war – nicht für die Gruppen des Freiraum Petersburg am alten Güterbahnhof. Nach zahlreichen erfolglosen Versuchen der nach Brandenburg verzogenen Grundstückseigentümerin, den bis Ende 2018 gültigen Mietvertrag für die Burg vorzeitig zu beenden, sah sich der Freiraum mit unzähligen Schikanen konfrontiert.

Diese haben nun einen neuen Höhepunkt erreicht. Am Mittwoch den 26.04.17 hat Thomas A. Gründler von der „3g Group GmbH“ – ohne die Burg vorzuwarnen – den Pastor Eduard Ochs von der „Lebensquelle“ aufgefordert, den Strom für die Burg abzuschalten. Dieser Aufforderung wurde am selben Tag um ca. 09:30 Uhr Folge geleistet, seitdem befindet sich die Burg wieder im finsteren Mittelalter.

Seit neun Jahren kann sich die Burg ohne Zuschüsse selbst tragen und für erschwingliche Proberäume und Ateliers sorgen. Solche unlauteren Mittel stellen eine existenzielle Bedrohung für den Kulturbetrieb dar und dürfen nicht ohne Konsequenzen bleiben. Nicht nur die eingemieteten Musiker*innen und Künstler*innen sind nun gezwungen, ihre kreativen Aktivitäten einzustellen, auch die Menschen, die regelmäßig den Kühlschrank der Lebensmittelretter nutzen, werden bald nur verdorbene Nahrungsmittel vorfinden.

Der Kulturverein verurteilt das scharf und fordert die „3g Group GmbH“ auf, die Burg unverzüglich wieder mit Strom zu versorgen, die entstandenen Kosten zu erstatten und Fortbildungen im Bereich der Wirtschaftsethik in Erwägung zu ziehen.