Graue Gerichtskriege statt bunte Kultur – Muss das sein?

Eine erfreuliche Botschaft für die Petersburg: Das Proberaumzentrum bleibt bis mindestens Dezember 2018 erhalten! Weder das Kündigungsverfahren, noch die Klage auf nicht geleistete Nebenkosten seitens der Zion GmbH haben sich vor Gericht bewähren können. Grund genug weiterhin optimistisch zu bleiben – Wir werden die Zion überleben!

Wie wir bereits im Juli mitteilten, fordert die Zion GmbH gerichtlich noch immer mehr als 6.000 Euro von uns. Nach fadenscheiniger Argumentation sei angeblich durch unsere „verspätete Räumung“ ein finanzieller Nutzungsausfall entstanden. Aktuell befindet sich die Klage in der Prüfungsphase und wohl wieder zeichnet sich ab, dass die Zion GmbH sich nicht damit zufrieden geben wird, von ihnen ungeliebte Kulturschaffende einfach zu vertreiben – hier wird nachgetreten.
Petersburger Freiraumnutzer/-innen haben den Keller und das Gelände, von dem wir im letzten Jahr vertrieben wurden, mit Schaufel, Feger, Pflanzkelle und Musik erst nutzbar gemacht. Die Zion GmbH hat nun die Brache wieder durchgesetzt. Eine Entschädigung aufgrund Kulturgebietsverlustes ist unsere Forderung!

Die erneute Klage verlängert die Liste der unhaltbaren Vorwürfe seitens der Zion GmbH gegenüber Kulturschaffenden und weiteren Akteur/-innen am alten Güterbahnhof. Gerichtliche Scharmützel stehen bei der Zion hoch im Kurs: Obwohl gerichtlich der Stadt Ende Juli eine Zufahrt zum Ringlokschuppen gewährt wurde, steht der Schuppen immer noch komplett eingezäunt. Nach unseren Informationen liegt die Angelegenheit beim Osnabrücker Oberbürgermeister Griesert. Aktuell liegt es an ihm, ein klares Zeichen gegen die Antikultur der Zion GmbH zu setzen. Ansonsten hat die Zion kurzfristig mit ihrer juristischen Zermürbungstaktik Erfolg, zum Leid der alternativen Kulturszene am alten Güterbahnhof.

Das Angebot der Zion GmbH an die Stadt, den Ringlokschuppen zurückzukaufen, erscheint absurd. Sich aufgrund einer angespannten
Haushaltslage mit einem zweifelhaften Geschäftspartner auf einen Handel einzulassen, der sich in der Vergangenheit weder als integer noch menschlich zeigte, würde von einer opportunistischen Politik zeugen und einer zukunftsfähigen Entwicklung am Güterbahnhof weiter den Weg verstellen. Freie Kultur wird es mit der Zion GmbH als Eigentümerin nicht geben.

Wir fordern, dass die Stadt ihr Recht auf die Zuwegung des Ringlokschuppens gegenüber der Zion GmbH umgehend geltend macht! Sobald die Zuwegung zum Ringlokschuppen steht, ist der Grundstein für eine kulturelle (Zwischen-)Nutzung gelegt. Regelmäßige Veranstaltungen mit buntem Kulturprogramm würden wieder im alten Güterbahnhof Einzug halten – Wir sind bereit!

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